Das Land Baden-Württemberg bietet ab sofort ein neues Förderprogramm für netzdienliche Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage an. Wir erklären, wie hoch die Förderung ausfällt, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und für wen sich das Förderprogramm lohnt.

Was wird gefördert?

Mit dem Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ will das Land Baden-Württemberg den Bau von neuen Photovoltaikanlagen fördern. Gefördert werden deshalb Investitionen in einen stationären, netzdienlichen Stromspeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaikanlage.

Das Land fördert:

  • „Heimspeicher“ in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage mit bis zu 30 Kilowatt Peak (kWp) Leistung.
  • „Gewerbespeicher“ in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage mit mehr als 30 kWp Leistung.

Wie hoch ist die Förderdung für Stromspeicher?

Die Förderhöhe richtet sich nach der nutzbaren Kapazität des Stromspeichers sowie der maximalen Gesamtleistung der Photovoltaikanlage. Zudem ist das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ auf die Jahre 2018 und 2019 beschränkt, wobei das Land Baden-Württemberg im laufenden Jahr mehr Fördergelder zur Verfügung stellt als 2019.

FörderhöheSpeicher in Verbindung mit PV-Anlage ≤ 30 kWpSpeicher in Verbindung mit PV-Anlage > 30 kWp
2018400 Euro / kWh nutzbarer Kapazität400 Euro / kWh nutzbarer Kapazität
2019300 Euro / kWh nutzbarer Kapazität300 Euro / kWh nutzbarer Kapazität
Maximale Förderhöhe je VorhabenMaximale Förderhöhe je Vorhaben
20187.500 Euro60.000 Euro
20195.000 Euro45.000 Euro

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Um das Förderprogramm für Batteriespeicher in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen unter anderem folgende Punkte:

  • das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Stromspeicher und Photovoltaikanlage müssen stationär in Baden-Württemberg installiert sein und für mindestens 5 Jahre zweckentsprechend verwendet werden.
  • das Verhältnis von Nennleistung der Photovoltaikanlage zur nutzbaren Speicherkapazität muss mindestens 1,2 kWp je 1 kWh betragen.
  • Es dürfen keine anderen Förderungen des Landes Baden-Württemberg bezogen werden. Die Förderung kann allerdings mit anderen öffentlichen Förderungen kumuliert werden (zum Beispiel KfW-Förderung „Erneuerbare Energien – Speicher“ des Bundes).
  • Die maximale Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt darf bei Photovoltaikanlagen mit bis zu 30 kWp Leistung 50 Prozent, bei Anlagen mit mehr als 30 kWp Leistung 60 Prozent der installierten Leistung der PV-Anlage betragen. Die Verpflichtung zur Leistungsbegrenzung besteht dauerhaft für die gesamte Lebensdauer der Anlage, mindestens aber für 20 Jahre.

Eine ausführliche Auflistung der Voraussetzungen finden Sie hier.

Stromspeicher von VARTA auf der Intersolar 2017

Für wen lohnt sich das Stromspeicher-Förderprogramm?

Im Gegensatz zu den anderen Fragen gibt es hier keine allgemein gültige Antwort: Zu den Voraussetzungen für das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ zählt unter anderem die Verpflichtung zur Leistungsbegrenzung. Das bedeutet, dass Sie sich dazu verpflichten, die maximale Leistungsabgabe Ihrer Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt auf 50 Prozent (im privaten Bereich) zu begrenzen. Damit möchte der Gesetzgeber eine Überlastung des Stromnetzes zur Spitzenzeiten vermeiden.

Das Problem dabei: Falls Ihr Stromspeicher im Sommer zur Mittagszeit gefüllt ist und sie den überschüssigen Strom auch nicht im Haus verbrauchen können, können Sie ihn – aufgrund der Leistungsbegrenzung – auch nicht (gewinnbringend) ins Netz einspeisen. Das wiederum wirkt sich auf die Wirtschaftlichkeit der gesamten Photovoltaikanlage aus. Ob diese „Verluste“ durch die kumulierten Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ und der KfW-Förderung „Erneuerbare Energien – Speicher“ ausgeglichen werden, hängt vom Einzelfall (Speichergröße, Gesamtleistung der Photovoltaikanlage, Eigenverbraucht, etc.) ab. Unsere Experten erstellen aus diesem Grund für jede Photovoltaikanlage eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung und prüfen für Sie, ob und wenn ja welche Förderung sich für Sie lohnt.

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