Um Photovoltaikanlagen ranken sich viele Mythen – unter anderem, dass die elektromagnetische Strahlung einer Photovoltaikanlage die Hausbewohner krank macht. Was ist dran an der Aussage?

Auf immer mehr Dächern im Zollernalbkreis und der Region sind Photovoltaikanlagen zu sehen. Solarenergie ist beliebter denn je. Doch gerade wenn die Solarmodule direkt über den Köpfen der Bewohner installiert werden, kommt schnell die Frage auf: Verbreiten Photovoltaikanlagen Elektrosmog – und wie gefährlich ist diese Strahlung für unsere Gesundheit?

Unter Elektrosmog versteht man gemeinhin die täglichen Belastungen des Menschen und der Umwelt durch technisch erzeugte elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder. Ob von diesen tatsächlich eine biologische oder gar schädliche Wirkung auf den Menschen ausgeht, ist bis heute wissenschaftlich umstritten. Aus diesem Grund verzichten wir an dieser Stelle auf eine Auseinandersetzung mit dem Thema Elektrosmog im Allgemeinen und werfen einen Blick auf das Thema Photovoltaik im Speziellen.

Elektrosmog: Ein Radiowecker neben dem Bett erzeugt mehr Strahlung als Photovoltaikanlage

 

Grundsätzlich lässt sich die Frage, ob durch eine Photovoltaikanlage Elektrosmog entsteht, mit einem Ja beantworten: Durch jede Elektroinstallation und jedes elektrische Gerät entstehen elektrische und magnetische Felder – und das ist bei Solarmodulen und Wechselrichtern nicht anders. In der Literatur finden sich zum Thema „Elektrosmog durch Photovoltaikanlagen“ eine ganze Reihe von Abhandlungen, die zum Teil ganze Bücher füllen könnten. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengestellt:

  • Solarmodule und Gleichstromkabel zum Wechselrichter erzeugen in erster Linie Gleichfelder. Diese sind bereits nach wenigen Zentimetern Abstand geringer als natürliche Felder
  • der Wechselrichter erzeugt zwar Wechselfelder, jedoch im unbedenklichem Umfang.
  • selbst wenn man unter den Solarmodulen auf dem Dach schläft muss man sich über elektromagnetische Strahlung keine Sorgen machen. Insbesondere, da nachts keine Sonne scheint und die Photovoltaikanlage dann auch nicht arbeitet.
  • zu den Geräten, die uns täglich umgeben und hinsichtlich Elektrosmog weitaus bedenklicher sind, zählen unter anderem schnurlose Telefone, Mikrowellen oder Induktionskochfelder.

Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, dem empfehlen wir die Artikel bei den Energie Experten, dem Arbeitskreis Baubiologie Mainfranken und SMA. Egal, ob man das Thema aus technischer oder baubiologischer Sicht beleuchtet, das Ergebnis bleibt stets dasselbe: „Die zusätzliche Elektrosmog-Belastung durch eine Photovoltaikanlage verhältnismäßig gering ist.“ Die wichtigste Voraussetzung dafür sei die „fachgerechte Installation“ der Anlage – ein Thema, das bei TECHMASTER bereits seit Jahren den höchsten Stellenwert genießt.